Von:
Peter Reuter

e-fussballspielen.de

Erinnern Sie sich noch an das Sommermärchen 2006? Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland sprang die Begeisterung auch auf viele Menschen über, die sonst kaum an Fußball interessiert sind. Beim public viewing und in den Stadien entstand eine fröhliche, festliche Stimmung nicht zuletzt, weil das deutsche Team erfrischenden Fußball spielte. Beim Freundschaftsspiel im neuen Londoner Wembleystadion bedankten sich die englischen Fans mit großen Transparenten für die tolle Atmosphäre und die Gastfreundschaft während der WM in Deutschland. Fußballspielen als verbindendes Element zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Nationalität.

Vergessen waren Krawalle, Rassismus in Stadien und Gewalt im Umfeld der Spiele. Doch nach der WM trat mit erschreckender Klarheit der Alltag rund um den Fußball wieder zutage.

Rassismus und Antisemitismus sind an der Tagesordnung. Mit lautem Zischen drücken sogenannte Fans eines holländischen Spitzenklubs ihren Antisemitismus aus und das Zischen soll hinweisen auf das Zyklon B von Auschwitz. In Deutschland werden immer wieder Spieler jüdischer Teams massiv beleidigt und fremdenfeindliche Vorfälle sind im Amateurfußball sehr häufig. In Italien kamen Polizisten und Fans bei Ausschreitungen ums Leben.

Der Deutsche Fußball-Bund zeigt klar Flagge und reagiert mit vielen Aktionen auf diese Situation.

Fußballspielen spielt aber auch eine große und sehr wichtige Rolle in vielen sozialen Einrichtungen, in offenen Jugendhäusern, in Einrichtungen der Jugendhilfe und in den vielen Amateursportvereinen, die Kinder- und Jugendteams anbieten. Beim Fußballspielen begegnen sich Menschen aus ganz verschiedenen sozialen Schichten und aus vielen verschiedenen Herkunftsländern und lernen miteinander in einem Team zu kooperieren. 1.500 Kinder und Jugendliche in 300 Teams, Mädchen und Jungs aus 62 Nationalitäten traten so z.B. beim 2. Nürnberger StreetsoccerCup an. Fairnessregeln hatten Einfluss auf die Qualifikation für die Finalrunden und alle Kids bekamen einen Preis.

Steffi Jones, die Präsidentin des Organisationskomitees der Frauen-WM 2011, übernahm für den 3. StreetsoccerCup 2008 die Schirmherrschaft, weil ihr die Integration von Mädchen aus verschiedenen kulturellen Hintergründen sehr am Herzen liegt.

Jesus hat sein Team ausgeschickt, um sich für Menschlichkeit einzusetzen, für Schwache, Ausgegrenzte, Aussätzige und Fremde. Fußballspielen kann dieser Haltung sehr dienlich sein. Viele Fußballfeste und –turniere stellen dies Woche für Woche unter Beweis.